Wie du PR-Arbeit für dich und deine Kunden nutzen kannst, Interview mit Angela Recino

pr-arbeit

Mit PR-Arbeit komme ich groß raus! Doch wofür steht PR eigentlich? Was zählt denn alles zu PR? Ist Pressearbeit gleich Pressearbeit und wozu zählt mein Social Media Auftritt? Was ist denn überhaupt wichtig, wenn ich PR betreiben möchte? Und wie viel kostet mich gute PR?

 

Das alles sind Fragen, die uns Angela Recino in der heutigen Podcastfolge beantworten wird. Daneben verrät sie uns auch die größten Anfängerfehler, die du unbedingt vermeiden solltest. Aber auch warum so viele sich nicht an die PR-Arbeit wagen.

 

Podcastfolge 138 Angela Recino (1)

Wer ist Angela Recino?

Angela Recino ist ausgebildete Journalistin und Redakteurin. Sie betreibt ihre eigene PR-Agentur „Bewegte Kommunikation“ in der Nähe von Bonn. 

Ihre Leidenschaft ist die Pressearbeit und somit die Unterstützung von Unternehmer*innen um in der Presse und den Medien sichtbar zu werden. Dabei arbeiten sie und ihr Team mit ihren Kunden auf internationaler Ebene zusammen.

 

Wofür steht PR eigentlich und was bedeutet PR-Arbeit überhaupt?

PR steht für Public Relation und beschreibt die Beziehung zur Öffentlichkeit. Bei PR geht es also um die Gestaltung deiner Beziehung zur Öffentlichkeit. 

Das bedeutet, dass jeder, der im öffentlichen Raum agiert, bereits PR-Arbeit betreibt. Dementsprechend zählt auch der Social Media Marketing Auftritt unter PR-Arbeit.

Wenn du gar nicht aktiv bist, dann betreibst du theoretisch auch PR, nur eben keine gute.

Im Fokus von PR steht immer die Unternehmenskommunikation, also der Dialog nach außen.

Angela erklärt, dass sich in diesem Dialog mit verschiedenen Inhalten auseinandergesetzt wird. Wie zum Beispiel die Marke, die Unternehmensexpertise oder auch die Werte und Leitkultur des Unternehmens selbst.

 

Warum sind die Beziehungen zu Stakeholdern so wichtig?

Zu den Stakeholdern zählen alle Interessenvertreter des eigenen Unternehmens. Also u. a. auch die Lieferanten, die Kunden, eigene Mitarbeiter und natürlich die Medien.

Jeder einzelne Stakeholder ist im Sinne von PR ein Multiplikator für die eigene Sichtbarkeit nach Außen, also für die Außenwahrnehmung.

Laut Angela ist es wichtig, sich die unterschiedlichen Reichweiten jedes Multiplikators bewusst zu machen.

Welche Formen von PR gibt es?

Angela erklärt, dass alle Aktivitäten zu PR zählen, die nach dem Dialog ausgerichtet sind und nicht dem puren Verkauf dienen. Als Beispiel nennt sie folgende Medien:

  • Pressemitteilung
  • Fachpressemitteilungen
  • special Interest Beiträge
  • Themenangebote
  • Kamingespräche mit Redaktionen
  • Roadshows
  • Webinar, auch wenn ein Pitch drin vorkommt
  • Flyer, wenn nicht nach Verkauf sondern Dialog ausgerichtet
  • Tag der offenen Tür
  • Podcast
  • Online Konferenzen

Wo liegt der Unterschied zwischen PR und Werbung?

Hierzu hat Angela eine ganz klare Antwort. Bei PR steht der Dialog mit der Öffentlichkeit im Fokus, bei der Werbung der Verkauf.

Im Gegensatz zur Werbung vertritt PR daher das Motiv „besser geben als nehmen“ und setzt auf einen langfristigen Vertrauensaufbau.

„PR ist kein Sprint, es ist ein Dauerlauf, da musst du einen längeren Atem haben!“

Angela Recino

Wer PR betreibt, dem rennen die Leute nicht gleich die Bude ein. Es geht in erster Linie darum, sich und das Unternehmen bekannter zu machen und das Vertrauen aufzubauen.

Und selbst bei der bezahlten Werbung werden in der Regel 7 Touchpoints benötigt, bis ein Kauf getätigt wird.

Unter Werbung fallen also Dinge, die mit Kosten verbunden sind, wie bspw.:

  • Anzeigen in Magazinen, Zeitschriften und Zeitungen
  • Radio- und TV-Spots
  • Poster
  • Schilder im Supermarkt
  • Kataloge

 

Zwei Punkte warum du dich bei PR nicht nur auf Social Media verlassen solltest!

Ganz genau, wenn du auf Social Media aktiv bist, dann betreibst du bereits deine eigene PR.

Warum du dich aber nicht nur auf Social Media verlassen solltest erklärt Angela mit zwei wichtigen Gründen!

Punkt 1: Die Reichweite

Deine Reichweite mit einem Post auf Social Media ist viel geringer als die Reichweite, wenn du in den Medien erwähnt wirst. Wenn dein Post nicht gerade viral geht, wird er schnell nicht mehr ausgespielt und erreicht somit weniger Leser*innen.

Ganz anders ist das bei den Medien. Wenn du es bspw. schaffst, in die Auflage eines Magazins zu kommen, ist deine Reichweite viel größer. Die meisten Magazine und Zeitschriften haben eine Leserschaft von 10.000 bis 1.000.000 Leser*innen.

Punkt 2: Die Abhängigkeit

Bei Social Media bist du extrem abhängig von deiner Community. Wenn diese nicht mit dir interagiert, erhältst du eine schlechte Wertung und der Algorithmus spielt dich schlechter aus. Landest du einmal in den Medien, wirst du ausgespielt und bist nicht abhängig von dem Algorithmus der Social Media Plattform und deinem Ranking. 

Kleiner Hinweis von uns:

Bedenke bitte auch, dass Social Media Profile immer mal wieder gehackt werden. Sollte dir so etwas passieren, verlierst du auf einen Schlag deinen Kommunikationskanal zu deiner Community. Daher unsere Empfehlung, baue dir nach und nach auch unabhängige Kommunikationskanäle auf, wie z. B. über E-Mail Marketing. Lies dir gerne zu dem Thema den Artikel mit Lisa Gebler durch.

Angelas Tipp

Bleibe unbedingt auf Social Media aktiv, aber gebe dich damit nicht zufrieden und mach dich nicht von Social Media abhängig. Wenn du ein ernsthaftes Business und somit eine Größe am Markt werden möchtest, dann solltest du auch andere Kanäle nutzen.

Pr-Arbeit

Was ist der Hauptgrund, wieso so viele vor PR zurückschrecken?

Entgegen unserer Vermutung, dass viele aufgrund des Kostenaspektes vor PR zurückschrecken, hat uns Angela einen ganz anderen Grund verraten.

Durch ihre Erfahrungen beobachten sie immer mehr, dass es bei den meisten an dem notwendigen Mindset fehlt. Es ist oft der Respekt gegenüber der möglichen Reichweite, sowie die Angst vor der eigenen Größe. Angela selbst hat in den vergangenen Monaten und Jahren so viele tolle Menschen kennengelernt, die ihrer Meinung nach mit ihrer Botschaft, ihrem Produkt und ihrer Persönlichkeit unbedingt mehr nach Außen müssten. Doch genau diese Personen trauen sich nicht raus und zweifeln oft an sich selbst.

Mit welchen Kosten muss ich bei der PR-Arbeit rechnen?

PR Arbeit ist in erster Linie ohne Kosten verbunden, sofern du diese selbst übernimmst. Selbstverständlich musst du für gründliche PR-Arbeit Zeit investieren. Es ist also nicht anders, wie die Zeit, die du bspw. für dein Social Media Marketing investierst.

Wenn du jedoch erfolgreichen in Kontakt mit den Medien getreten bist und dein Thema platzieren konntest, kannst du mit einem Schlag eine hohe Reichweite erzielen.

Wenn du dich dazu entschließt, das Thema PR an einen Experten wie bspw. Angela zu übergeben, dann kommen die Kosten der Agentur auf dich zu.

Ein Modell der Zusammenarbeit könnte z. B. ein Retailer sein. Die Agentur bekommt eine feste Summe für ihre monatlichen Bemühungen.

 

Welche Aufgaben werden von einer PR-Agentur übernommen?

Das ist unterschiedlich und kommt ganz auf die PR-Agentur an. Bei Angelas PR-Agentur „Bewegte Kommunikation“ erwarten dich gleich mehrere Angebote.

Du kannst dir das basic Wissen aneignen, sodass du im Nachzug deine PR-Arbeit selbst übernehmen kannst.

Oder du kannst die PR-Arbeit komplett übergeben.

Angelas Team übernimmt z. B. auch das Verfassen von Artikeln und Pressemitteilungen für dich und tritt als Ghostwriter auf. Das bedeutet, wenn ein Magazin bspw. diesen Artikel 1:1 übernimmt, dann steht dein Name als Autor darunter.

Sollten dich Journalisten zu einem Interview einladen, bietet Angela auch ein Interviewtraining an. Das ist wichtig, damit du weißt, welche möglichen Fragen kommen könnten. Es wird auch geübt, worauf das Interview hinauslaufen könnte und worauf es hinauslaufen sollte.

 

Was sind die wichtigsten Schritte für meine PR-Arbeit?

Die PR-Arbeit ist nicht einfach mal schnell gemacht, sie benötigt eine gute Vorbereitung und vor allem Durchhaltevermögen.

Im ersten Schritt kommt es darauf an, seine eigenen Hausaufgaben zu machen. Eine wichtige Frage ist z. B.  „Wer bin ich für wen?“. Auch sollte bereits eine eigene Website vorhanden sein, die professionell und übersichtlich gestaltet ist.

Danach geht es an die Ausarbeitung und Aufstellung einer PR-Strategie. Wichtige Fragen dazu sind:

  • Was ist meine Botschaft?
  • Wen will ich erreichen?
  • Welche Untergruppen gibt es und welche sind wichtig bzw. welche nicht?
  • Wie muss ich die Themen aufbereiten, damit ich meine Zielgruppe erreiche?

Dann folgt die Recherche Arbeit. Es geht darum herauszufinden, in welchen Medien meine Zielgruppe vertreten ist. Die Frage die sich hier stellt lautet:

„Wo sind meine Zielgruppen unterwegs?“

Als letzten Schritt folgt dann die Durchführung der PR-Strategie für einen Zeitraum von mind. 12 Monate. Und auch hier gilt es, kontinuierlich auszuwerten und anzupassen.

Stelle dir hier die Fragen: „Passt es oder passt es nicht?“ sowie „Was läuft, was läuft nicht?“

 

Die vier schlimmsten Anfängerfehler!

Es gibt so einige Fehler, die du gerade am Anfang bei PR machen kannst. Angela hat uns ihre top vier Anfängerfehler verraten, die du unbedingt bei deiner PR-Arbeit vermeiden solltest.

 

PR-Anfängerfehler Nr. 01

Die Relevanz des eigenen Themas wird völlig überschätzt. Prüfe vorab, ob dein Thema wirklich einen Mehrwert für die Welt hat. Wenn du nichts zu erzählen hast, dann halte dich lieber zurück. Es bringt nichts, der Redaktion nur heiße Luft zu verkaufen. Ganz im Gegenteil, sie werden es sich merken und in Verbindung mit deinen Namen, deiner Marke und dein Unternehmen bringen.

 

PR-Anfängerfehler Nr. 02

Völlige Übertreibung in Hinblick auf deine Position am Markt bzw. deinem Expertenstatus. Natürlich bist du Expertin auf deinem Gebiet. Sich selbst aber zu sehr in den Vordergrund stellen, davon rät Angela definitiv ab!

 

PR-Anfängerfehler Nr. 03

Bei den Journalisten zu oft nachhaken. Journalisten arbeiten hart und haben wenig Zeit. Wenn sie sich bei dir nicht melden, dann kannst du nach ein paar Tagen einmal nachfragen. Aber nicht mehrfach. Und wenn, dann empfiehlt Angela die Rückmeldung per E-Mail und nicht per Telefonanruf. Denk dran, auch hier können dich Journalisten negativ in Erinnerung behalten.  

 

PR-Anfängerfehler Nr. 04

Ein absolutes NO-GO ist Journalisten auf deren privaten Social-Media-Kanälen zu stalken und mit Anfragen anzuschreiben. Nutzt dafür ausschließlich die beruflichen Kontaktdaten.

 

Denk unbedingt auch an die DSGVO!

Das Anschreiben per E-Mail ist schon in einer Grauzone und nur erlaubt, wenn potenziellen Interesse bestehen könnte. Alles andere verstößt gegen die DSGVO und kann abgemahnt werden.

 

Abschlussworte von Angela R.

Bitte habt nicht so viel Angst vor PR-Arbeit und sei dir deiner eigenen Größe bewusst bzw. werde dir deiner eigenen Größe bewusst.

Probiere dich einfach mal aus und fange mit der PR-Arbeit an.

Wenn du einmal veröffentlich bist, dann steht dein Name dort und es fühlt sich super an.

 

Shownotes von Angela Recino

Website

 

Die 138. Podcastfolge kannst du hier hören:

 

 

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