In diesem Interview spreche ich mit Vanessa Fritz über Ihren Weg zur Virtuellen Assistenz. Nach vielen Jahren im Pflegeberuf, ist sie einige Umwege gegangen, bis sie sich als Virtuelle Assistentin Selbstständig gemacht hat.

Aus der Nähe von Hamburg war Vanessa spontan mit Ihrem Lebensgefährten nach Berlin gezogen, als sie das erste Mal durch die digitale Nomadenszene von der Virtuellen Assistenz erfuhr. Unglücklich im Pflegeberuf, kam für sie die Virtuelle Assistenz erst einmal nicht in Frage, da sie nicht in der zweiten Reihe für andere arbeiten wollte. Sie arbeitete weiter in der Pflege und probierte sich nebenberuflich in vielen Bereichen aus. Vanessa war u.a. Bloggerin, Fotografin, Podcasterin, betrieb Networkmarketing und wurde Hypnosecoach.

Quereinstieg Virtuelle Assistenz

 

Vom Coach zur Virtuellen Assistenz 

Nach vier Jahren merkte Vanessa, dass sie viel besser darin ist, ihre Kunden im Hintergrund zu unterstützen und legte im April 2020 den Grundstein zur hauptberuflichen Virtuellen Assistenz. Den Weg, den die meisten VAs gehen – von der Virtuellen Assistenz zum Coach – ist Vanessa andersherum gegangen und heute sehr glücklich damit. Sie kann ihre ganzen Erfahrungen, die sie in der Vergangenheit gesammelt hat, mit in ihr jetziges VA-Business einbringen.

Vanessa ist ein Scanner Typ, der es liebt, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Stillstand kennt sie nicht und bildet sich stetig fort. Als VA bietet Vanessa die folgenden Bereiche an: Podcast-Post-Production, Videoschnitt, Grafikerstellung und Bildbearbeitung, Backoffice, Recherche, Social Media & Blog-Betreuung, Newsletter Betreuung und Kundensupport. 

 

Freier arbeiten nach Jahren im Schichtsystem

Zwölf Jahre hat Vanessa in der Pflege gearbeitet und ihr Tag als VA schaut nun völlig anders aus. Nach Jahren im Schichtsystem genießt sie das freie Arbeiten. Sie kann ihren Arbeitsrhythmus selbst bestimmen und z.B. erst um neun Uhr mit der Arbeit beginnen, mittags eine Stunde die Sonne im Park genießen oder auch spät abends noch an einer Weiterbildung teilnehmen. Vanessa liebt die Abwechslung an der Virtuellen Assistenz und möchte nicht tagelang dieselbe Aufgabe erledigen.

Vanessa sagt über sich selbst, dass sie viel von Wertschätzung lebt. Diese erfuhr sie in ihrem Pflegeberuf durch ihre empathische Art. So hat sie ihren Job immer mit sehr viel Liebe gemacht, obwohl sie diesen nicht geliebt hat. Auch als Virtuelle Assistentin fühlt sich Vanessa wertgeschätzt, z.B. wenn ihre Kunden nach Rat fragen und viel Wert auf ihr Expertenwissen legen.

 

Die Angst vor dem Quereinstieg

Sicherlich plagen viele angehende VAs Ängste vor dem Quereinstieg in die Virtuelle Assistenz, wenn Sie aus völlig anderen Branchen kommen. Vanessas Rat ist es, dass man sich diesen Ängsten stellen soll, denn sonst findet man nie heraus, was daraus wird, wenn man es nicht probiert. Ein persönliches Vorankommen ist nur möglich, wenn man neues macht – dies lässt einen über sich hinauswachsen. Sicherlich gehört hierzu auch eine große Portion Mut, aber oft sind es die Mutigen, die Erfolg haben. 

 

Gratwanderung bei der Kundenkommunikation

Der Start als Virtuelle Assistentin kann viele Tücken mit sich bringen. Unter anderem stellen Kunden Aufgaben, in welche die VA sich zunächst „einarbeiten“ muss. Hier ist es wichtig die richtige Gratwanderung zwischen einem „Kann ich nicht.“ und „Kann ich.“ in der Kommunikation mit dem Kunden zu finden. Vanessa erinnert sich hier an einen Auftrag zur Erstellung einer Landingpage. Nach kurzer Zeit stellte Vanessa fest, dass sie der Aufgabe noch nicht gewachsen war und teilte dies dem Kunden mit. Ein Fehler, an dem sie gewachsen ist und gelernt hat, dass eine klare und offene Kundenkommunikation wichtig ist. 

 

Das Imposter Syndrom bei Frauen

Die vorherige Situation beschreibt das Imposter Syndrom, auch Hochstapler Syndrom genannt, welches häufig bei Frauen auftritt. Hierbei neigt man dazu vorzuspielen, etwas zu können, was man noch nie zuvor getan hat. Viele neue Virtuelle Assistentinnen nehmen Aufträge an, ohne dem Kunden zu sagen, dass sie die eigentliche Aufgabe noch gar nicht beherrschen. Hier ist es wichtig, ehrlich zum Kunden zu sein und klar zu kommunizieren, dass das Wissen angeeignet und erarbeitet werden muss. Viele Kunden haben hierfür Verständnis und Helfen zu Beginn gerne weiter. 

 

Die Mutigen haben Erfolg

Vanessa rät allen, die sich als Virtuelle Assistenz selbstständig machen wollen, dass man seine Träume gleich ausprobieren soll. Denn oft wollen wir das, was wir nicht haben und Träumen monatelang von einer Sache, um am Ende festzustellen, dass es doch nichts für uns ist. Loszugehen und sich auszuprobieren kann uns hier die Klarheit verschaffen, wohin unser Weg führen soll. 

Mut zahlt sich aus! Denn auch, wenn etwas nicht funktioniert, sind wir am Ende zufriedener. Durch Mut kann man herausfinden, was man wirklich in seinem Leben machen will und erlangt Zufriedenheit und Klarheit. 

 

Sicherheiten lassen, aber den Absprung nicht verpassen

„Einfach losgehen und machen“, rät Vanessa – schließlich kann man gar nicht verlieren und sieht was einem liegt oder nicht. Schritt für Schritt sollte die Selbstständigkeit als VA aufgebaut werden. Ein Sicherheitspolster in Form eines Hauptberufs ist zu Beginn sicherlich gut, aber man sollte sich auch trauen zu springen. 

Hinterfrage dich selbst „Was ist das schlimmste, was mir passieren kann?“ Am Beispiel eines Kundengesprächs erklärt Vanessa anschaulich, dass man nur gewinnen kann. Hat man nicht den Mut das Kundengespräch zu führen, bekommt man den Kunden nicht – führt man aber das Kundengespräch, gewinnt man den Kunden entweder für sich, oder lernt aus der Situation für das nächste Kundengespräch. Die Ist-Situation ist am Ende gleich. 

 

Vanessas Ziele für 2020

Vanessa lebt am liebsten im Hier und Jetzt. Gerade diese Flexibilität liebt sie an der virtuellen Assistenz. Oftmals weiß sie nicht einmal was sie in der nächsten Woche machen wird. Dennoch wünscht sie sich noch ein oder zwei Kunden für eine langfristige Zusammenarbeit und möchte regelmäßig ihr monatliches Umsatzziel erreichen, um dann weiter zu wachsen.

Wir wünschen Vanessa auf ihrem weiteren Weg alles Gute und danken ihr für das interessante Gespräch!

 

Shownotes von Vanessa:

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Die 116. Podcastfolge kannst du hier hören:

 

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