Tatjana ist 40 Jahre alt und kommt aus einem kleinen Dorf in Baden-Württemberg. Sie verbringt ihre Zeit momentan an schönen Orten auf der Welt und genießt momentan ihre Ortsunabhängigkeit als virtuelle Assistentin.

tatjana warth

1. Was hast du gemacht, bevor du virtuelle Assistentin geworden bist?

Ganz klassisch machte ich im Teeniealter eine Ausbildung zur Bürokauffrau und habe seitdem in verschiedensten Bürobereichen gearbeitet. Die letzten zehn Jahre davon, war ich im Vorstandssekretariat tätig.

2. Als gelernte Bürokauffrau und deiner Tätigkeit im Vorstandssekretariat bringst du viel Erfahrung mit.

Was sollte man auf jeden Fall beherrschen als virtuelle Assistentin? Welche Eigenschaften waren besonders gefragt in deinem Job?

Ich arbeitete in einem sehr klassischen Sekretariat. E-Mails verwalten und beantworten, Vor- und Nacharbeit von Sitzungen, die komplette Termin- und Reiseplanung, das digitale Ablagesystem pflegen, Präsentationen, Arbeitsblätter und Protokolle erstellen und den täglichen Schriftverkehr zu erledigen, war meine tägliche Arbeit.

Heutzutage ist es sicher von Vorteil, Kenntnisse in Office Programmen zu haben und sich mit den sozialen Netzwerken vertraut zu machen. Doch kommt es auch darauf an, in welchem Bereich du als virtuelle Assistentin tätig sein willst.

Eigenschaften, die sich jeder Unternehmer sicher wünscht, sind Zuverlässigkeit und Flexibilität. Aber auch vorausschauendes und zielorientiertes arbeiten, sind sehr gute Eigenschaften für eine virtuelle Assistentin.

3. Warum bist du virtuelle Assistentin geworden und was gefällt dir besonders an der Tätigkeit?

Seit dem Teeniealter arbeitete ich. Ich kannte immer nur das klassische Arbeitsmodell als Angestellte. Doch je älter ich wurde, umso mehr fehlte mir etwas. Die starren Arbeitszeiten mochte ich am wenigsten. Ich war einfach nicht richtig glücklich.

Während einer beruflichen Auszeit, wurde mir klar, was und wie ich mir mein weiteres Leben vorstelle. Der Wunsch, etwas in meinem Arbeitsleben zu ändern, wuchs täglich.

Jetzt genieße ich es, meine Lebenszeit selbst gestalten zu können. Zu entscheiden, wo und wann ich meine Arbeit als virtuelle Assistentin erledige. Den Job, nach dem eigenen Rhythmus zu gestalten. Für mich die perfekte Kombination.

4. Du hast erst seit einigen Monaten gestartet als VA zu arbeiten, was sind/waren deine größten Herausforderungen und Schwierigkeiten?

Jede Herausforderung ist auch eine Erfahrung. Und gerade mit diesen, wächst man erst so richtig in die Arbeit als virtuelle Assistentin hinein.

Zu Beginn hatte ich mit mehreren Schwierigkeiten zu kämpfen. Es sind so viele Gedanken im Kopf, die einen fast verrückt machen. Angefangen bei der Preisfindung, über die Unternehmensform, meinem Angebot oder etwa die ideale Zielgruppe zu definieren. Und dann melden sich zwischendurch auch noch Fragen, die man überhaupt nicht brauchen kann, wie “Warum sollte ich die Richtige für den Job sein?” oder “Genügen meine Fähigkeiten?”.

Bei Let´s See What Works habe ich erst vor kurzem einen Gastartikel über die Herausforderungen auf dem Weg in die Selbständigkeit veröffentlicht.

5. Gibt es Seiten, Gruppen oder Kurse, die dir am meisten geholfen haben, Informationen zu finden?

Es gibt unzählige Artikel über die virtuelle Assistenz. Sich mit anderen virtuellen Assistentinnen zu vernetzen, ist für mich die beste Variante. Und dies funktioniert sehr gut über verschiedenste Facebook Gruppen.

Doch wenn du noch ganz am Anfang deiner virtuellen Tätigkeit stehst und du nicht genau weißt, wo du anfangen sollst, dann empfehle ich dir einen Onlinekurs zu machen. Tanja und Vera von der VA Fabrik oder Andrea vom VA Camp bieten solche Kurse an.

6. Gibt es Tools, die du gerne weiterempfehlen möchtest?

Es gibt so viele verschiedene Tools auf dem Markt. Und jedes Einzelne hat sicher seine Vorteile. Im Moment arbeite ich am liebsten mit Trello und Evernote.

Trello ist mein täglicher Begleiter. Hier erstelle ich meine To-Do-Listen, sehe, über die Kalenderfunktion meine Tagesaufgaben und habe die Möglichkeit mit weiteren Personen an einem Projekt zu arbeiten.

Ebenso ist es mit Evernote. Hier notiere ich mir sämtliche Gedanken, die im Kopf herum schwirren.

Nicht nur geschäftlich nutze ich diese Tools. Auch Privat sind sie nette Helferlein für den Alltag.

7. Welchen Hinweis würdest du Frauen geben, die gerne als virtuelle Assistentin starten möchten?

Der Weg, um als virtuelle Assistentin Fuß zu fassen, ist nicht einfach. Das spüre ich gerade selbst. Jede, die Vollzeit in die VA einsteigen möchte, sollte ein dickes finanzielles Polster haben. Dann ist der Druck nicht so groß.

Verliere auch nicht den Mut, wenn es nicht gleich so läuft. Und Gedanken wie “Vielleicht bin ich zu teuer”, streichst du dir aus dem Kopf. Denn ich glaube, dass es für jeden Unternehmer die passende Assistentin gibt, die ihren Preis wert ist. Jede ist gut in ihrem Bereich und dies wird irgendwann auch erkannt.

Vielen Dank für den Einblick in dein Leben als virtuelle Assistentin liebe Tatjana!

Du möchtest mehr über Tatjana Warth erfahren? Hier findest du sie:

Meine Webseite http://tatjanawarth.de

Instagram: https://www.instagram.com/tatjanawarth

Du möchtest auch gerne einmal hier im Interview erscheinen? Dann schreib gerne eine Nachricht an: nadine@virtual-assistant-women.de

Dir hat der Artikel gefallen? Sharing is caring 🙂

Merken

Merken

Merken

Merken