Sandra ist 30 Jahre alt und seit Anfang 2017 als virtuelle Assistentin tätig. Sie kommt aus Sachsen, hat sich jedoch entschieden mit ihrem Mann, ihrem Hund und dem Auto in der Welt zu reisen. Sie haben Haus und Hof verkauft und sind seitdem unterwegs. Was sie dort alles erleben kannst du auf 8 Füße um die Welt nachlesen. Vor Aufbruch der Reise entschied sich Sandra ihren Beruf zu wechseln und als virtuelle Assistentin zu arbeiten.

interview virtuelle assistentin sandra berk

1. Was hast du vor deiner Tätigkeit als virtuelle Assistentin gemacht?

Nach dem Abitur habe ich Medieninformatik studiert. Parallel hatte ich schon mein sehr forderndes Pferd. Daraus ist dann meine Trainerlaufbahn entstanden. Bis vor kurzem habe ich also noch Reiter und Pferde ausgebildet.

2. Warum hast du dich entschieden, als virtuelle Assistentin tätig zu werden und seit wann arbeitest du in dem Bereich?

Ich habe mich dazu entschieden, wieder zu schreiben, als wir begonnen haben unseren Hof umzubauen. Kurz darauf folgte allerdings der Entschluss zu Reisen und wir haben alles verkauft. Dafür wollte ich meine Arbeit mitnehmen. Ich habe mich schlau gemacht, was man alles Online erledigen und anbieten kann. Dann habe ich Anfang 2017 als virtuelle Assistentin mit kleinen Aufträgen begonnen.

3. Wie verbindest du das Reisen mit der Arbeit? Arbeitest du in Coworking Spaces, Cafés oder zu Hause?

Zu Hause ist in unserem Auto Hokey, wo ich auch oft Arbeite. An einem Tisch mit Stuhl geht es jedoch sehr viel besser. Deswegen suchen wir uns oft Naturplätze mit einem Rastplatz. Ich sitze gern draußen bei der Arbeit, bin ich doch eigentlich ein „Draußi“.

Im Café kann ich mich leider nicht so konzentrieren und dem Hund gefällt es auch nicht so gut. Coworking Space steht noch auf der Liste, hat sich jedoch bei unseren kurzen Aufenthalten noch nicht gelohnt. Zukünftig werden wir länger an einem Ort sein, da kann so ein Ort sehr hilfreich sein.

4. Du hast dich für eine Spezialisierung als virtuelle Assistentin entschieden, erzähl uns doch einmal warum und wer deine Zielgruppe ist.

Das war ein langer Weg. Ich habe mich, warum auch immer, gegen meine Zielgruppe gewährt. Vielleicht weil es mir schwer gefallen ist, die Pferde zurück zu lassen und ich den Abstand brauchte.

Nun haben sie mich von ganz allein eingeholt. Menschen mit Tieren, Tiertrainer jeglicher Couleur, Natur und Landwirtschaft sind meine Themen. Ich kann darüber schreiben, aber auch unterstützen durch Recherche, Buchhaltung und Social Media Management.

Als Tiermensch weiß ich, dass die Zeit am Computer fehlt. Bei mir war es früher nicht anders.

5. Was genau bietest du für Services an und was macht dir am meisten Spaß?

Meine Leistungen reichen von einfacher Recherche über Schreiben, Buchhaltung, Webinarassistenz, Social Media Management bis hin zu Beratung rund um das Tier und den Hof.

Wenn es mit dem Thema Tier und Training zusammenhängt macht mir tatsächlich alles Spaß. Man kann da nie genug lernen. Buchhaltung ist natürlich nicht mein Lieblingsthema, gehört aber eben dazu und ich weiß wie viel Trainingszeit so ein Papierkram nimmt.

6. Als du angefangen hast als virtuelle Assistentin zu arbeiten, hast du im Internet nach Informationen gesucht und nützliche Tipps gefunden? Wenn ja, was genau und kannst du etwas empfehlen?

Es gibt schon sehr viel, sogar im deutschsprachigen Raum. Mein allererster Tipp ist: haltet euch fern von Plattformen. Der Verdienst ist unterirdisch. Investiert lieber Geld in ein Webinar oder einen Lehrgang. Das hat mich sehr voran gebracht.

Lilli Letters ist toll und wahnsinnig hilfreich und hilfsbereit. Sarah Lorenz ist super toll, viele mögen Sandra Holze gern. Mich hat eher Katrin Hill weitergebracht.

Wer noch? Conni Biesalski und Walther von Schreibsuchti sind auch Spitzenklasse.

Übt auf euer eigenen Website und auf euren eigenen Plattformen. Probiert Dinge aus, teste Facebook Ads selber. Üben, Üben, Üben.

Ansonsten: Verbündet euch und arbeitet zusammen. Keiner muss hier Alleinkämpfer sein.

7. Was sollte deiner Meinung nach eine virtuelle Assistentin auf jeden Fall an Qualifikation mitbringen?

Puh, da fragst du die falsche. Ich bin jemand mit sehr wenigen offiziellen Qualifikationen, jedoch mit viel Erfahrung und Wissensdurst.

Gut ist natürlich, wenn man etwas studiert oder gelernt hat in die Richtung, die man anbietet. Wichtig finde ich jedoch Fleiß, Pünktlichkeit, gute Kommunikation, Ehrlichkeit (wenn man zum Beispiel mal etwas nicht weiß oder kann) und immer weiter lernen. Rechtschreibung gehört natürlich auch dazu! Auch da steht für mich demnächst eine Weiterbildung an, damit die letzten kleinen Fehlerchen auch noch verschwinden.

8. Was findest du am besten an der Tätigkeit als virtuelle Assistentin?

Natürlich die Ortsunabhängigkeit. Außerdem bin ich schon immer selbstständig, das möchte ich auch bleiben. Ich kann mir meine Kunden aussuchen.

9. Was würdest du Frauen empfehlen, die auch gerne als virtuelle Assistentin arbeiten möchten?

Wie oben schon gesagt, lernt und lest was das Zeug hält. Traut euch eure Zielgruppe festzulegen. Legt einfach los!

Dankeschön für deine Antworten liebe Sandra und weiterhin eine spannende Reise. Wer mehr erfahren möchte und sich mit Sandra verbinden möchte: Hier findest du ihre Webseite, ihre Facebook Seite und ihren Blog 8 Füße um die Welt.

Merken


Du möchtest auch gerne einmal hier im Interview erscheinen? Dann schreib gerne eine Nachricht an: nadine@virtual-assistant-women.de

Dir hat der Artikel gefallen? Sharing is Caring 🙂