Im heutigen Interview spreche ich mit Viktoria, virtuelle Assistentin aus Wien, über Ihren Weg ins VA Business. Viktoria hat in der Vergangenheit verschiedene Jobs ausprobiert. Nach und nach konnte sie immer mehr Jobs ausschließen, die ihr keinen Spaß machten. Durch das Ausschlussprinzip fand sie so ihre Passion. Als virtuelle Assistentin kann sie endlich ihre Lieblingsthemen und Fähigkeiten erfolgreich zusammenbringen. Nachdem sie bereits nebenberuflich als VA gearbeitet hat, entschied sie sich im Juni 2019 hauptberuflich als VA durchzustarten.

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Durch das Ausschlussprinzip zur virtuellen Assistenz.

Nachdem Viktoria die Tourismusschule besucht und abgeschlossen hat, hat sie zunächst einige Jahre im Tourismusbereich gearbeitet. Ob im Service oder an der Rezeption, Viktoria hatte nie das Gefühl, wirklich in ihrem Beruf aufzugehen. Sie sehnte sich nach einer Bürotätigkeit. Doch auch ein Job im Reisebüro oder im Customer Care Service machten sie nicht vollends glücklich. Gleichwohl sagt sie, dass sie durch das Ausschlussprinzip ihrer wahren Passion immer näher kam. Irgendwann entschloss Viktoria dann ein Bachelorstudium anzufangen.

Während ihres Bachelorstudiums nahm sie verschiedene Nebenjobs an, um das Studium zu finanzieren. So gelangte sie zum ersten Mal in Kontakt mit dem Social Media Bereich und der Online Shop Betreuung. Sie arbeitete komplett von zu Hause aus im Homeoffice. Auf diesem Weg machte sie schon erste Erfahrungen mit der VA Tätigkeit, ohne, dass ihr dieses wirklich bewusst war. Das Arbeiten neben dem Studium macht ihr großen Spaß. Aus diesem Grund entschied sie sich, ihre Fähigkeiten mit ihrer Passion zur Bürotätigkeit zu kombinieren. Nach langem Suchen wagte Viktoria den Schritt in die Selbstständigkeit als VA.

Sofort startete Viktoria die Kundenakquise.

Ihrem damaligen Arbeitgeber hat Viktoria die Vorteile der VA deutlich erklärt. Der Kunde erkannte die Vorteile schnell. Auf diese Weise gewann Viktoria direkt ihren ersten Kunden. Der Wechsel zur VA war also völlig unproblematisch. Daher empfiehlt Viktoria, offen mit dem Arbeitgeber zu sprechen. In den meisten Fällen überwiegen die Vorteile und man gewinnt direkt seinen ersten Kunden.

Probier dich aus, damit du deine Stärken, deine Passion und Lieblingsthemen findest!

Ihre Passion hat Viktoria durch das Ausschlussprinzip gefunden. Wie schon erwähnt, hat sie verschiedene Tätigkeiten ausgeführt. Schritt für Schritt hat sich dann für sie herauskristallisiert, was sie am liebsten macht und was eben nicht. Heute liebt sie vor allem die Abwechslung zwischen Büroarbeiten, wie z.B. die Pflege von Datensätzen und kreativeren Aufgaben, wie die Erstellung von Redaktionsplänen und Social Media Pflege. Aus diesem Grund empfiehlt sie, dich selbst auszuprobieren und zu schauen, welche Aufgaben dir Spaß machen. Wende auch hier das Ausschlussprinzip an. Suche dir daher am besten Kunden aus, bei denen sich die Zusammenarbeit gut anfühlt. Steck deine Kraft und Energie in Aufträge, die dir leicht fallen und dich nicht auslaugen. Höre auf dein Bauchgefühl und entdecke so deine Passion. 

Die Balance zwischen der Arbeit beim Kunden, der selbstständigen Tätigkeit und des Privatlebens ist Viktoria sehr wichtig.

Derzeit betreut Viktoria vier bis fünf Kunden. Eine kleinere Anzahl Kunden mit einer passenden Stundenanzahl ist ihr wichtig, um eine Balance halten zu können. Anfangs unterschätzt man oft, dass man für sich selbst ebenfalls Arbeitszeit einrechnen muss. Zeit für die eigene Webseite, den Social Media Auftritt oder für buchhalterische Aufgaben zum Beispiel.

Als virtuelle Assistentin genießt Viktoria viele Vorteile, die sie heute nicht mehr missen möchte.

Viktoria schätzt die Freiheit als virtuelle Assistentin sehr. Sie kann von überall aus arbeiten und das auch mit Reisen verbinden. Ob kleinere Trips in der Umgebung, ein House Sitting in Tirol oder eine Fernreise, sie ist heute frei in ihrer Entscheidung. Nichtsdestotrotz liebt sie es auch, aus ihrem Homeoffice zu arbeiten. Dort hat sie auch ihre Office Katze, die sie liebevoll ihren „Co-Worker“ nennt.

Neben vielen Vorteilen, kann der Schritt in die Selbstständigkeit auch für Herausforderungen sorgen.

Gerade am Anfang war der Bürokratie-Wirrwar ein großes Hemmnis für Viktoria. Vor allem das Gefühl, auf einmal für alles selbstverantwortlich zu sein, kann überwältigend wirken. Es ist ein großer Schritt vom Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit. Der augenscheinliche Sicherheitsfaktor fällt weg. Jedoch sagt sie, scheinen die Dinge am Anfang komplizierter als sie letztendlich sind. Manchmal muss man die Dinge einfach mal anpacken und machen, anstatt sich zu viele Gedanken zu machen. Warte nicht auf den perfekten Moment, der womöglich niemals kommt. Durch die Selbstständigkeit lebt und entscheidet Viktoria heute viel bewusster, da es um ihre eigene Existenz geht. Außerdem kann sie sich auf ihre Passion und die Aufgaben konzentrieren, die ihr Spaß machen, was sie immer wieder bekräftigt und motiviert.

Diese Eigenschaften helfen dir als virtuelle Assistentin:

  • Disziplin: Es ist wichtig, sich wirklich jeden Tag zu motivieren. Disziplin hilft dir Aufgaben zu erledigen und sich nicht von anderen Dingen ablenken zu lassen.
  • Durchhaltevermögen: Es wird immer wieder Monate und Tage geben, an denen einem alles über den Kopf wächst. Dabei hilft Viktoria einen Moment inne zu halten, tief durchzuatmen und sich dann auf Lösungen zu konzentrieren.
  • Entscheidungsfreudigkeit: Handele nach bestem Gewissen, aber halte dir vor Augen, dass nicht alles immer perfekt sein muss.
  • Unternehmergeist: Rufe dir immer wieder ins Gedächtnis, dass du Unternehmerin bist. Dies hilft dir besonders im Umgang mit Kunden, um auf Augenhöhe zu kommunizieren. Das unternehmerische Auftreten vermittelt deinem Kunden Klarheit und Kompetenz. Dein Unternehmergeist entwickelt sich immer weiter. Erlaube dir Fehler zu machen und aus diesen zu lernen!

Der Austausch mit anderen VAs und Selbstständigen ist wichtig, für dein persönliches und berufliches Wachstum.

Für das persönliche und berufliche Wachstum ist der Austausch mit anderen VAs und Selbstständigen essentiell. Es ist wichtig, sich nicht nur auf den Rat von Familie und Freunden zu verlassen. Der Austausch mit Gleichgesinnten hilft gemeinsam Lösungen zu finden. Außerdem kannst du aus dem Austausch über ähnliche Situationen und Problemen viel für dich selber mitnehmen. Auch das gemeinsame Aufregen gibt einem Kraft und setzt neue Energie frei.

Im Gespräch bekräftigt Viktoria zudem, sich über verschiedene Netzwerktreffen in deiner Stadt zu informieren. Dadurch trifft man andere VAs und Selbstständige. Online findest du ebenfalls tolle Austauschmöglichkeiten. Während der Durchstarter-Challenge im Januar zum Beispiel, konnte Viktoria bereits einige Kontakte zu anderen österreichischen VAs knüpfen. Außerdem ist ein großes Ziel von Viktoria in 2020, den Beruf als virtuelle Assistenz in Östereich bekannter zu machen. Der VA Markt in Österreich steckt noch in den Kinderschuhen und Viktoria möchte sich für mehr Akzeptanz für diesem Beruf einsetzen. 

Shownotes Viktoria Pumhösel

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Die 96. Podcastfolge kannst du hier hören:

 

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