Fidan hat 8 Jahre in einem 9to5 Job im Büro gearbeitet bis sie 2013 zum ersten Mal ein Sabbatical machte um eine Weltreise zu unternehmen. Nach dieser Auszeit folgten dann noch weitere (Langzeit-) Reisen bis sie den Entschluss fasste, ihren Job an den Nagel zu hängen und mit ihren Fähigkeiten als Digitale Nomadin durchzustarten. Als virtuelle Assistentin genießt sie heute die Freiheit, um die Welt reisen zu können und hat ihre Arbeit immer mit im Handgepäck.

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Vor deiner Tätigkeit hast du lange in einem Büro gearbeitet. Was genau hattest du gemacht? Sind die dort erworbenen Kenntnisse für dich jetzt von Bedeutung?

Ich habe als Notarfachangestellte im Notariat einer Wirtschaftskanzlei gearbeitet. Die letzten 3 Jahre meiner Anstellung war ich als persönliche Assistentin des Managing Partners tätig. Ohne diesen beruflichen Background wäre mir der Einstieg als VA sicherlich schwerer gefallen. Dank meines Berufs fallen mir Aufgaben wir Kunden-Support, strukturiertes Arbeiten und Organisieren nicht schwer.

 

Deine Weltreise und weitere Reisen scheinen dich sehr verändert zu haben. War der Entschluss, nicht mehr in deinen Job zurückzukehren, für dich sehr schwer?

Nein, dieser Entschluss ist mir nicht schwer gefallen. In meinem letzten Job ist meine persönliche und berufliche Weiterentwicklung stagniert, auch das war ein Grund, als VA durchzustarten.

 

Warum hast du dich entschieden als virtuelle Assistentin tätig zu werden und seit wann arbeitest du in dem Bereich?

Wie bereits erwähnt, hatte ich den großen Drang nach Weiterentwicklung. Ich wollte den Anschluss an die digitale Welt im Beruf nicht verlieren. Ich arbeitete in einer sehr traditionell geprägten Branche, die bei dem Thema Digitalisierung noch sehr zurückhaltend ist. Außerdem reizte mich die Aussicht, ortsunabhängig zu arbeiten und immer die Möglichkeit zu haben, reisen zu können wann und wohin ich möchte.

Ich bin im April 2017 nebenberuflich als VA gestartet und habe mich im August desselben Jahres komplett in die Selbständigkeit gewagt.

 

Was genau bietest du für Services an und was macht dir am meisten Spaß?

Mein Service umfasst Office Management, Kundensupport, Recherche, Textverarbeitung, Blogpflege, Newsletter Versand, Recruiting etc.. Dabei macht mir am meisten das Community-Management über Social Media Spaß.

 

Als du angefangen hast als virtuelle Assistentin zu arbeiten, hast du im Internet nach Informationen gesucht und nützliche Tipps gefunden? Wenn ja, was genau und kannst du etwas empfehlen?

Das Internet war natürlich meine erste Anlaufstelle für Infos. Ich war bereits länger Mitglied in englischsprachigen Facebook Gruppen für VAs. Umso mehr hat es mich gefreut, plötzlich immer mehr auf deutsch über VA zu lesen. Enorm geholfen hat mir die kostenlose 5 Tage VA Kickstarter Challenge der VA Fabrik sowie das Vernetzen und der Austausch mit anderen deutschen VAs. Ich habe auch sämtliche Blogbeiträge zum Thema VA durchgelesen und die verschiedenen Internetauftritte von VAs angeschaut und mich inspirieren lassen.

 

Gab es Herausforderungen oder Fragen, die dich sehr beschäftigt haben am Anfang?

Ich würde Lügen wenn ich diese Frage verneinen würde. Herausgefordert hatten mich anfangs die Fragen wie ich denn überhaupt an Kunden rankomme, wie das ganze Business steuerlich abgewickelt werden soll und welche Dienstleistungen ich anbieten kann. Auch die Preisfindung ist mir anfangs nicht leicht gefallen.

 

Was findest du am besten an der Tätigkeit als virtuelle Assistentin?

Dass jeder Kunde und somit jede Aufgabe anders ist und dass ich Einblick in die unterschiedlichsten Branchen habe. Dabei lerne ich tägliche etwas Neues dazu.

 

Wie verbindest du das Reisen mit dem Arbeiten? Arbeitest du Coworking Spaces, in Cafés oder von zu Hause?

Ich arbeite überwiegend in meinem eigenen Zuhause (momentan ein Guesthouse) wenn ich Ruhe brauche, mich konzentrieren muss oder ein Kundenmeeting habe. Wenn ich zu vereinsamen drohe gehe ich gerne ich Cafes. Co-working Spaces habe ich bisher noch nicht ausprobiert. Außerdem reise ich als Housesitterin um die Welt, das bedeutet, dass ich kostenlos in Häusern von fremden Menschen wohne und größtenteils vom „Home-Office“ arbeite.

Ich bin nicht der Typ, der jede Woche die Location wechselt. Am liebsten bin ich mehrere Wochen an einem Ort und arbeite von dort aus. Wenn ich eine längere Anreise habe informiere ich vorab meine Kunden, denn auf einem 12 Stündigen Flug wird es mit der Erreichbarkeit etwas schwierig.

 

Was würdest du Frauen empfehlen, die auch gerne als virtuelle Assistentin arbeiten möchten?

Lesen, lesen und nochmals lesen! VAs, die noch ganz am Anfang stehen sollten sich gut informieren, sich vernetzen und Kontakte knüpfen. Außerdem finde ich es sinnvoll, als VA eine Nische zu finden und sich zu spezialisieren.

 

Würdest du uns noch einen motivierenden Spruch nennen oder dein Lieblingszitat?

Ich bin nicht der größte Fan von Zitaten aber wenn ich eines wählen müsste dann wäre es dieser Spruch: „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist“ (Henry Ford).

Dankeschön für deine Antworten liebe Fidan und weiterhin viel Erfolg!

 

Möchtest du mehr über Fidan’s Projekte erfahren?

Hier entlang auf ihre Housesitting Seite, ihre VA Facebook Seite und ihre Gruppe, welche sich in den letzten Monaten zu einer der größten VA Jobplattformen entwickelt hat: VA Suchen und Finden.

 

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